Der Vorstand des Landesverbands Berlin-Brandenburg erklärt sich solidarisch mit den im Sommer 2025 vom BundessprecherInnenkreis (BSK) der DFG-VK ausgeschlossenen Landesvorstandsmitgliedern und unterstützt ihr juristisches Vorgehen gegen die Ausschlüsse.
Wir verurteilen die Angriffe des BSK auf die Autonomie des Landesverbands Berlin-Brandenburg, die den Grundsätzen der innerverbandlichen Demokratie und der föderalen Struktur der DFG-VK vehement widersprechen.
Wir fordern den Bundesverband auf, die Ausschlüsse zurückzunehmen. Wir fordern den Bundesverband außerdem auf, die Auseinandersetzung zwischen Gliederungen und mit Mitgliedern im Diskurs auszutragen und nicht durch den Ausschluss von Mitgliedern mit missliebigen Meinungen.
Wir bewerten die Ausschlüsse als Zeichen einer mangelnden Bereitschaft des Bundesverbandes, einschließlich zahlreicher Landesverbände und anderer Gremien, sich mit schwerwiegenden Phänomenen, insbesondere dem Phänomen des israelbezogenen Antisemitismus, auseinanderzusetzen. Damit verweigert die DFG-VK nicht nur, ihren Auftrag ernstzunehmen, sich gegen jede Kriegsursache zu wehren; durch den beabsichtigten Rausschmiss antisemitismuskritischer Vorstandsmitglieder sorgt der BSK zudem dafür, dass das Engagement gegen Antisemitismus als Kriegsursache geschwächt wird.